WISSENSWERTES FÜR ITALIENURLAUBER:                              Tödlicher Unfall in Venedig - Gondoliere unter Drogen

Die Ermittlungen nach dem Unfall vom 17. August 2013, bei dem der deutsche Tourist Joachim Vogel zu Tode kam, sind abgeschlossen.

 

Der Unfall vom 17. August 2013 zwischen einem "Vaporetto", dem klassischen Wasserbus Venedigs, und einer Gondel, brachte einige Tage später die erschreckende Wahrheit ans Licht. Der Pilot des Vaporetto der Linie 1, Manuele Venerando, der den Unfall verursacht hatte, war als erster ins Register der Beschuldigten eingeschrieben worden. Es folgten die Piloten zweier weiterer Verkehrsmittel der Verkehrsbetriebe Venedigs (ACTV).

Laut Presseberichten vom 18. Juni 2014 wurde Venerando wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt, die anderen vier Personen, zwei weitere Vaporetto-Piloten, der Pilot eines Wassertaxis und ein Gondoliere, stehen wegen Beihilfe zu fahrlässiger Tötung und Körperverletzung unter Anklage.

Anfang September letzten Jahres teilte die "Questura di Venezia" bereits mit, dass der durchgeführte Drogentest des Gondoliere Stefano Pizzaggia, der die Gondel der deutschen Urlauberfamilie steuerte, positives Resultat auf Kokain und Haschisch ergeben hatte. Gegen Pizzaggia, Opfer des Unfalls, wurde daher ebenfalls ermittelt. Während der Ermittlungen wurde jedoch abgeklärt, dass dieser kein Verschulden am Unfall trägt.

In der Gondel war Joachim Vogel, ein deutscher Urlauber, mit seiner Familie. Der Mann wurde bei dem Unfall getötet, seine dreijährige Tochter verletzt.

 

Dieser Unfall setzt ein klares Warnzeichen für zukünftige Besucher: man sollte den Besuch der total überlaufenen Lagunenstadt in der Ferragosto-Woche, der "heißesten" Urlaubswoche Italiens, möglichst vermeiden.

Abgesehen davon ist Venedig im Frühjahr oder Spätherbst klimatisch erträglicher, nicht so überlaufen und somit viel schöner als im Hochsommer!