WIENER HERZBLUT von Ulrike Ladnar: Mehr, als nur ein historischer Kriminalroman.

Klappentext: Wien am Vorabend des 1. Weltkrieges. Der rätselhafte Tod einer jungen Studentin der Philosophie beschäftigt die Wiener Polizei. Sophia von Wiesinger, Jurastudentin und Tochter des leitenden Ermittlungsbeamten, versucht, das rätselhafte Ableben ihrer Freundin auf eigene Faust aufzuklären. Bei ihrer Suche nach Hinweisen im gemeinsamen Freundeskreis stößt sie auf geheimnisvolle Zusammenhänge. War es Selbstmord? Als eine weitere Leiche eines schönen jungen Mädchens gefunden wird, kommt ein schrecklicher Verdacht auf: Treibt hier ein Serienmörder sein Unwesen?

Meine Meinung: Wien kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Reichen lesen, trinken, tanzen. Die Armen kommen aus ihren Bezirken kaum heraus. Die Prostituierten stehen auch damals schon am Gürtel. Der Sohn eines (Gustav Klimt nachempfundenen) Malers lernt Arthur Schnitzler kennen.

Er will diesem um nichts nachstehen, ihn übertrumpfen, beginnt zu schreiben. Vor dem Hintergrund der Kapitale der Donaumonarchie nimmt die Tragödie ihren Lauf. Nicht einmal die bezaubernde Freundin aus Kindertagen, Tochter eines der besten Ermittler Wiens, kann dem Lauf der Dinge mit ihrem Spürsinn rechtzeitig Einhalt gebieten. Ein lebhafter, sehr gut geschriebener Roman, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Die Autorin: Ulrike Ladnar wurde in Baden bei Wien geboren und wuchs in Baden-Württemberg auf. Sie arbeitete als Gymnasiallehrerin, Lehrerausbilderin und Schulbuchautorin in Frankfurt am Main. Jetzt, in der Pension, hat sie Zeit für viel Neues. Zum Beispiel für das Schreiben Historischer Kriminalromane.